Gameday 1/2019 – Monthey

Gameday 1/2019 – Monthey

Eine ganz neue Destination stand zum vergleichsweise frühen Auftakt der Saison 2019 in der NFFL
auf dem Programm. Stellvertretend für die diversen Neuerungen, welche auf diese Saison hin
eingeführt werden – darunter die erstmalige Aufteilung in eine 1. und 2. Liga – kann auch Monthey
als Spielort gesehen werden. Es wird allerdings nicht die einzige Reise in die Romandie bleiben,
stehen doch auch noch Spieltage in Genf und Yverdon auf dem Programm.
Wie gewohnt ging es aber relativ schönem Wetter los und je älter der Tag wurde, desto stärker
beschien die Sonne auch die Walliser Alpen. Doch eins nach dem Anderen. Die Red Lions, die im
Vorjahr im Halbfinale am späteren Meister, den ASVZ Blackbirds gescheitert waren, möchten in der
neuen Saison wieder weiter nach oben schauen. Doch schon vor Saisonbeginn machte die
Verletzungshexe den Winterthurern einen Strich durch die Rechnung und sie reisten stark
verletzungsgeschwächt nach Monthey. Besonders die Offense lief durch die Ausfälle der Wide
Receiver Raphael Ebinger, Prongué und Bachmann mit stark verändertem Gesicht auf.

Auftakt gegen letztjährigen Playoffgegner
Allerdings nicht gegen die Blackbirds, sondern gegen die Soly Rhinos, die man in den Playoffs im
Vorjahr als Aussenseiter klar besiegt hatte. Wie schon in den Playoffs war das Kader der Solothurner
ungefähr doppelt so gross im Vergleich zu den Red Lions, doch diese zeigten sich von Beginn weg
wild entschlossen und gingen schnell mit 6:0 in Führung durch einen TD von Center Lukas Ebinger.
Dem schnellen Rhinos-Ausgleich folgte ein weiterer Touchdown durch Rückkehrer Brunner, der als
WR Raphael Ebinger vertrat. Danach trat erstmals die Defense der Red Lions auf den Plan und
stoppte die Solothurner, was eine Phase von mehreren Defense-Stopps auf beiden Seiten einleitete.
Je ein weiterer Touchdown führte zu einer knappen 20:14-Pausenführung für die Winterthurer.
In der zweiten Halbzeit dominierten die Defensivreihen weiter, bevor eine Interception von CB
Rüfenacht schliesslich eine Führung mit zwei Touchdowns für die Red Lions vorbereitete. Ermöglicht
wurde diese auch durch eine weitere Pressure durch Blitzer Gustavsson auf den Solothurner
Quarterback. Es blieb lange ein hartumkämpftes Spiel, doch knapp fünf Minuten vor Schluss schlugen
die Red Lions mit dem Touchdown zum 33:14 den letzten Nagel in den Sarg. Die Rhinos tauschten
daraufhin einen Teil ihres Personals aus, worauf die Red Lions noch zum (zu) deutlichen
Schlussresultat von 46:14 stellen konnten.

Der etwas andere Start
Gegen die Mockingbirds spielten die Red Lions zuletzt gegen Ende letzter Saison in Zürich und
konnten dort einen deutlichen Sieg erringen. Auch das Spiel in Monthey lief von Beginn weg für die
Winterthurer, die dank Interceptions von CB Rüfenacht und Safety Meier schnell mit 12:0 in Front
waren. Die Mockingbirds fanden zwar nach dem Fehlstart auch ins Spiel, dennoch stand aus Sicht der
Stadtzürcher ein 6:18-Defizit zur Pause auf der Anzeigetafel.

In der zweiten Halbzeit brachten sich die Red Lions mehrmals selber in Schwierigkeiten und die
Offense stotterte ein wenig, doch die Red Lions-Defense konnte den ASVZ-Quarterback ein ums
andere Mal intercepten und hielt den Sieg mit total fünf Interceptions fest. Dank Touchdowns von
CB/WR Fröhlich und Safety/WR Meier, die beide in der angeschlagenen Offense aushalfen, hielten
die Red Lions letztlich einen 31:14-Erfolg fest.
Letztes Jahr musste an dieser Stelle ein kapitaler Fehlstart mit zwei Niederlagen beklagt werden.
Doch der Ausflug ins Wallis wurde zu einem wahren Freudenfest für die Winterthurer, die mit zwei
Siegen und der Gewissheit, eine der stärksten Defensivabteilungen der Liga zu haben, den Heimweg
antreten konnten. Bereits nächsten Sonntag, 14. April geht es in Dübendorf mit Duellen gegen das
Wolfpack aus St. Gallen und die Luzern Pikes weiter. Man darf gespannt sein, ob das dünne
Winterthurer Kader auch diese beiden schwierigen Gegner wird meistern können.

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